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Analog-/Digital-Umstellung in Deutschland |
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Da die Umstellung von der klassischen analogen PAL-Technik auf den Digitalstandard DVB-T aus technischen Gründen nicht gleichzeitig im ganzen Bundesgebiet vorgenommen werden kann, haben ARD / ZDF und die Deutsche TV-Plattform bereits
in den Jahren 1997 bis 1999 ein Szenario ausgearbeitet, nach dem der Umstieg zunächst in den großen Ballungsräumen beginnen sollte, um von Anfang an möglichst viele Zuschauer
zu erreichen (sogenannte "Insellösung"). Danach sollten dann nach und nach die Gebiete auf ganz Deutschland ausgedehnt werden, bis eine flächendeckende Versorgung erreicht ist.
Zielsetzung war von Anfang an, dass DVB-T, das neue digitale
"ÜberallFernsehen" eines Tages die herkömmliche analoge (terrestrische) Fernsehübertragung komplett ablösen sollte.
Dies hatte auch die Bundesregierung auf Empfehlung der "Initiative Digitaler Rundfunk" (IDR) bereits am 24. August 1998 beschlossen und dafür einen Zeitrahmen bis spätestens zum Jahr 2010 vorgegeben.
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Die praktische Umsetzung des Plans begann dann Ende 2002.
Den Anfang machte die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.
Hier hatte die Umstellung am 1. November 2002 begonnen und
war im August 2003 mit der endgültigen Abschaltung sämtlicher analogen Kanäle abgeschlossen. Seither kann Fernsehen in Berlin und Umgebung über Antenne nur noch digital empfangen werden.
Ab 2004 folgten weitere Projekte, so z.B. in Norddeutschland (Gemeinsames Projekt der Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Städte Hamburg und Bremen) und Nordrhein-Westfalen (Köln-Bonn und Düsseldorf/Ruhrgebiet), gefolgt vom Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt, Wiesbaden, Mainz - Dezember 2004) und im Mai 2005 Bayern (München/Südbayern, Nürnberg).
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Regionalprojekte
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Aktuelle Informationen über
die Regionen und Projekte
(Termine, Programme,
Empfangsprognose, ...)
finden Sie auf der Seite
www.ueberallfernsehen.de
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Ende 2005 folgten dann Mitteldeutschland (Halle/Leipzig und Erfurt/Weimar) sowie Mecklenburg-Vorpommern, wo bereits
bei der Umstellung nahzu flächendeckende Versorgung erzielt wurde. Allerdings gingen hier (wie auch bei den in 2006 noch folgenden Gebieten) vorerst nur die Programme der öffentlich-rechtlichen Anbieter ARD und ZDF auf Sendung; die "Privaten" konnten sich zunächst aus Kostengründen noch nicht für eine terrestrische Ausstrahlung entscheiden.
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2006 war dann das Jahr des Beginns des Flächenausbaus:
In Baden-Württemberg erfolgte der Umstieg im Raum Stuttgart und der Region Mannheim/ Ludwigshafen. Darüber hinaus wurde in mehreren Bundesländern begonnen, das Versorgungsgebiet über die Ballungsräume hinaus zu erweitern, so z.B. in Hessen, wo DVB-T ab Mai nahezu landesweit empfangen werden konnte. Ebenso haben Bayern und die norddeutschen Länder eine weitere Ausdehnung vollzogen.
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Mittlerweile (Stand: Juni 2007) können mehr als 70 Prozent
der Einwohner Deutschlands
empfangen, das sind gut 60 Mio. Menschen.
(s. hierzu auch: DVB-T - Eine beispielhafte Erfogsgeschichte,
Editorial von Jörg-Peter Jost in TV Zukunft 2/2007)
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Einzelheiten zu den verschiedenen Regionen und Projekten, zu den Terminen und dem jeweiligen Programmangebot finden Sie auf der Seite: www.ueberallfernsehen.de
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Versorgungsziel
Gemäß den Empfehlungen der IDR ist "portable indoor" das angestebte Versorgungsziel.
Dieser Begriff meint, daß - zumindest innerhalb der "Kernzone" einer Versorgungsinsel (d.h. in nicht allzu weiter Entfernung vom Senderstandort) - mit tragbaren Geräten (="portable") und ein-fachen Stab- oder Zimmerantennen einwandfreier Fernseh-empfang innerhalb von Gebäuden (= "indoor") möglich ist.
Darüber hinaus ist der Empfang selbstverständlich auch außerhalb der Kernzone mit der bisherigen Dachantenne
sowie natürlich im Freien möglich (sog: "stationärer Empfang").
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Empfangsgerät
Wer sich für ein DVB-T Empfangsgerät interessiert, sieht sich
in Deutschland einem mittlerweile fast unüberschaubaren Markt-angebot von mehr als 700 Geräten und Modellen der unter-schiedlichsten Typen und Hersteller gegenüber.
(s. hierzu unsere Übersicht: Geräte)
Die größte Gruppe bilden dabei die sogenannten "SetTop-Boxen" (STB); das sind Zusatzgeräte, die wie ein Videorecorder oder ein Satellitenreceiver an den Fernseher angeschlossen werden.
Aber auch komplette integrierte Empfangsgeräte (sog. "IDTV": Integrated Digital TV) sind von mehreren Herstellern verfügbar.
Darüber hinaus gibt es mannigfaltige weitere Varianten, sei es zum Anschluss an den PC oder LapTop, als USB-Stick oder PC-Karte, als tragbares Gerät für Unterwegs (sog. "Handheld"), als Kombigerät mit Navigation oder Einbaugeräte fürs Auto.
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Marktchancen
Das ÜberallFernsehen spricht mit seinen Nutzungsmöglich-keiten mehrere Zielgruppen an: Einerseits sollen und müssen die bisherigen Fernsehzuschauer, die Ihre Programme über
Antenne empfangen, auch in Zukunft angemessen versorgt werden, andererseits entstehen aufgrund der erweiterten tech-nischen Möglichkeiten - z.B. portabler und mobiler Empfang - neue Anwendungsformen und damit neue Märkte für neue Teilnehmer.
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